Fr 27.10.2017, 20:30        
Amanda Rheaume & Band      
Engagierter kanadischer SingerSongwriter-Folk
Americana/SingerSongwriter
Amanda Rheaume spielt wunderschönen Roots-Pop oder Country-Folk. Tolle Songs, getragen von einer warmen, manchmal etwas brüchigen Stimme, eingängig – einfach schön zu hören. Aber beschäftigt man sich etwas weitergehend mit der Künstlerin und ihrer Musik, erfährt man, dass ihr Werk tiefgründiger ist. Die Kanadierin setzt sich mit ihrer indigenen Herkunft auseinander und gießt dies in eine musikalische Form.

„Schätzungsweise 1180 indigene Frauen und Mädchen wurden in Kanada ermordet oder sind verschwunden.” Mit dieser Einblendung beginnt das Video von „Red Dress”. „Red Dress” ist der Schlüsselsong des Albums „Holding Patterns” (2016), mit dem die kanadische Sängerin und Songwriterin auch hierzulande für Gleichheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit kämpft.

Seit jeher hat sie sich intensiv mit indigenen Themen beschäftigt. Tönendes Zeugnis für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Native Americans in Kanada ist auch ihr Album “Keep A Fire” von 2013 geworden. Die eigene Familiengeschichte wird darin beleuchtet. Ihr Ururgroßvater etwa gehörte zur Volksgruppe der Ureinwohner Canadas und war einer der Gründerväter Manitobas. Mit „Keep A Fire In The Rain“ erinnert Amanda Rheaume an ihre Métis-Herkunft. Ein pulsierendes Stück über ihren europäischen Urgroßvater und seine Frau vom Volksstamm der Ojibway, die genau in der Mitte zwischen Reservat und dem Bergbaugebiet in God’s Lake, Manitoba lebten, weil das Paar in keiner der beiden Gemeinschaften willkommen war. So erzählen auch all die anderen Songs von ganz besonderen Geschichten ihrer Familie.

Angesichts der ernsten Thematik gerät die Musik der Kanadierin beinahe in den Hintergrund. Dabei ist es ja gerade die Musik, die Emotionen transportiert. Amanda Rheaume erweist sich auch auf ihrem jüngsten Album “Holding Patterns” als versierte Komponistin, der es scheinbar spielend gelingt, ausdrucksstarke Ohrwürmer zu kreieren. Dabei kommt ihr ihre leicht raue und dadurch gewaltig ausdrucksstarke Stimme zuhilfe.
Aus gutem Grund gewann sie 2014 den „Canadian Folk Music Award For Aboriginal Songwriter Of The Year“ und wurde für den prestigeträchtigen Juno-Award nominiert.

Amanda Rheaume – Gesang, Gitarre
Die genaue Besetzung ihres Trios steht noch nicht fest
 
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