Fr 20.05.2016, 20:30        
Walter Salas-Humara      
Support: Kelley Mickwee
12. SOS-Festival
Americana/SingerSongwriter
Nein, natürlich sind die legendären Silos noch lange nicht begraben, aber von Zeit zu Zeit hat ihr charismatischer Frontmann einfach Lust, sein nicht zwingend bandtaugliches Material oder andere Sonderprojekte unter eigenem Namen zu veröffentlichen: Walter Salas-Humara. Jener Name klingt so unverwechselbar, wie es der Mann dahinter auch ist. Bereits vor gut 30 Jahren trat dieser äußerst wandlungsfähige Künstler als Mastermind der Alt.Country Rock-Pioniere The Silos erstmalig in Erscheinung. Seither hat Salas-Humara nicht nur diese Kultband ständig wiederbelebt und mit ihnen reichlich Platten produziert, sondern an bemerkenswert vielen verschiedenartigen Projekten mitgewirkt. Zuletzt hatte Blue Rose im Sommer 2014 Curve And Shake veröffentlicht, nach über 18 Jahren mal wieder ein Non-Silos-Soloalbum. Und jetzt folgt mit Work: Part One schon gleich das nächste. Es handelt sich dabei um eine komplette Neubearbeitung entscheidender Songs aus einer ganz bestimmten Phase seiner langen Karriere – nicht der unwichtigsten… Work: Part One bietet nämlich ausschließlich Material der ersten drei Silos-Überwerke – in spannend anderen, komplett akustischen Arrangements, wie geschaffen für die aktuelle Alt.Folk/Americana-Szene.

The Silos aus New York, mit Walter Salas-Humara im Kreativzentrum als Songwriter, Gitarrist und Leadsänger, gehörten ab 1985 zur besonderen Gruppe all jener Critics' Darlings-Bands, die – ähnlich wie Velvet Underground, die späten Byrds, Television, die Feelies oder Green On Red – einfach zu gut und ihrer Zeit voraus waren, um ihre eminent einflussreiche Musik so verkaufen zu können, wie sie es verdient hätten. Sie standen für sensiblen, klugen, einprägsamen amerikanischen Indie Pop-goes-Alt.Country-Rock der Königsklasse, der die Rezensenten begeisterte und sich in den Jahreslisten der einschlägigen Rock-Magazine platzierte.

Die 90er Jahre waren geprägt von Salas-Humaras Rastlosigkeit und Experimentierfreude. Häufige Ortswechsel zwischen New York, Los Angeles und der pulsierenden Szene von Austin sorgten für permanente Umbesetzungen und hatten musikalische Brüche und Neuorientierungen zur Folge. Mit dem Boom von Alt.Country, No Depression und Americana waren die Silos jetzt eine Band unter vielen und mussten sich ihren Platz im großen Pool erst wieder zurückerobern. Und das geschah ab dem neuen Millennium bei Blue Rose mit einer beeindruckenden Serie von gleich mehreren starken Alben zwischen 2001 und 2006 bzw. dann wieder ab 2011 mit dem famosen Florizona. Und danach mit dem erwähnten Soloalbum Curve And Shake. Walter Salas-Humara hatte seinen ungebrochenen Status als wichtiger Musiker im Independent-Bereich und als Darling der Alt.Americana/No Depression-Szene erneut kräftig untermauert.

Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, Walter Salas-Humara auf einer seiner eher seltenen Tourneen erstmals auch im Lab zu präsentieren. Diesen raren Auftritt einer lebenden Rock-Legende sollte man sich nicht entgehen lassen.

Walter Salas-Humara – Gitarre, Gesang
Philipp Knapp – Keyboard, Bass
Mäx Huber – Schlagzeug

In Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum/James-F.-Byrnes-Institut e.V. Stuttgart

 
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